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Der Bergbau der Wismut in Kleinrückerswalde und seine Mineralien.

Geht man heute durch Annaberg, so findet man, selbst bei intensiver Suche, nur noch mühsam Spuren des einst so bedeutenden Silberbergbaues. Halden, Schächte und Huthäuser, Stollen, Göpel, Pochwerke und Hütten sind aus dem Stadtbild weitestgehend verschwunden. 
Was der aufmerksame Besucher noch entdecken kann, sind Straßennamen, die an den früher so bedeutsamen Bergbau im Stadtgebiet von Annaberg erinnern. Heuergasse, Am Michaelisstollen, Untere Röhrengasse, Münzgasse, Pochwerkstraße sind solche Straßennamen. 
Daneben sind aber auch noch Zeugnisse des früher ergiebigen und profitablen Silberbergbaues geblieben. Allen voran sein hier der bekannte Frohnauer Hammer erwähnt. Er wurde als Getreidemühle gegründet und erst 1621 zum Hammerwerk umgebaut.
Heute ist er ein kulturhistorisches Denkmal, und immer einen Besuch wert.
Wissenswert ist auch, dass in der Nähe des Hammers die ersten Silbergänge im Gebiet entdeckt wurden.
Die größte der sächsischen Hallenkirchen  „St. Annen“, mitten im Zentrum der Stadt, verdankt ihre Existenz auch dem Silberreichtum der Lagerstätte Annaberg.
Die Kirche mit ihren berühmten Bildern auf der Rückseite des Bergaltars von Hans Hesse ist für jeden bergbauinteressierten Menschen eine Offenbarung.


Die heute noch teilweise sichtbaren Halden von Konstantin, Uranus, Zeppelinschacht, Schacht 116 und Himmlisch Heer stammen nicht aus der Silberbergbauzeit, sondern aus einer jüngeren Bergbauperioden. Der, der „Wismut – Epoche“. Von 1946 bis 1959 war die Lagerstätte Annaberg Gegenstand regen Bergbaus. Dabei ging es nicht um Silber, Fluorit oder Schwerspat. Sondern ausschließlich um Uranerze. In den letzten Jahren wurden neben Uranpechblende auch Kobalt- und Nickelerze gewonnen, die in dieser Lagerstätte gleichfalls reichlich vorkamen. 

Nur am Stadtrand von Annaberg und im Gebiet von Frohnau finden sich noch ältere Zeugen des früheren Silberbergbaues.
Fast schon regelmäßig drängt sich jedoch der Bergbau mit Macht wieder ins Gedächtnis der Annaberger zurück. Oftmals kommt es zu Tagesbrüchen mitten im Stadtgebiet. Diese sorgen für Straßensperrungen und damit für reichlich Unannehmlichkeiten für die Annaberger und deren Besucher . Aufwendig müssen diese Relikte der bergmännischen Tätigkeit durch Spezialfirmen beseitigt werden .
In der Mineralienwelt hat sich Annaberg weniger durch Silbererze einen Namen gemacht, als vielmehr durch sehr schöne gelbe und auch violette Fluorite und durch Baryte. Wobei die heute in den Sammlungen zu findenden Stücke überwiegend aus der letzten großen Bergbauperiode - dem Uranerzbergbau - stammen. Aber nicht ausschließlich, denn seit vielen Jahren tauchen auf dem Sammlermarkt immer mal wieder qualitativ hochwertige Stücke auf, die zumeist nicht den Haldensanierungen, sondern neueren Untertagefunden entstammen.

Proustit xx im Anstehenden

Pumpensumpf im Schachtbereich

Kurzer historischer Abriß 

Das damals von dichtem Wald, genannt Miriquidi (der Dunkelwald), bedeckte obere Erzgebirge wurde im späten 12. und 13. Jahrhundert nach reichen Silberfunden im Freiberger Raum durch fränkische und niedersächsische Bauern besiedelt.
Infolge des ersten „Berggeschreys“ im Großraum Freiberg zogen der Besiedelungszug und die bergbauliche Erkundungen des Erzgebirges weiter flussaufwärts. Neue Städte wurden aufgrund reicher Erzfunde gegründet - z.B. Schneeberg, Marienberg und Annaberg.
Die ersten schriftlichen Erwähnungen der heute zur Stadt Annaberg-Buchholz gehörenden Ortschaften Frohnau, Geyersdorf und Kleinrückerswalde stammen aus dem Jahr 1397.
In geringem Umfang sind ab 1440 erste bergbauliche Tätigkeiten im heutigen Stadtgebiet von Annaberg belegt (Bergbau auf Kupfererz, teilweise silberhaltig und Zinn). Als am nahen Schreckenberg am 27. Oktober 1491, so spricht die Sage, durch Casper Neitzel reiche Silbererzgänge entdeckt wurden, setzte im Zuge des „Bergeschreys“ ein starker Zustrom von Menschen ein. Am 21. September 1496 wurde auf Geheiß des sächsischen Landesherrn Georg der Bärtige in Vertretung seines Vaters Herzog Albrecht des Beherzten hier eine neue Stadt gegründet. Am 28. Oktober 1497 erhielt die „Newe Stat am Schrekenbergk“ durch Herzog Georg das Stadt- und Bergrecht und von Kaiser Maximilian I den Namen „Sct.Annaberg“. Im Jahr darauf wurde die Münzstätte Annaberg gegründet, die sich bis gegen Ende 1501 jedoch in Frohnau befand und erst 1502 nach Annaberg verlegt wurde.
Die ersten größeren bekannten Gruben am Stadtberge dürften die „Dickmichel Grube“, “Prötzel“, "Keubler und 9 Maasen", "Altväter und 11 Maasen" sowie der "Bauchstollen“ gewesen sein (ab ca. 1499/1590 mit hoher Ausbeutezahlungen.


Altbergbau ca. Mitte 18 Jhr.

Mineralien des Revieres

Argentit

Argentit

Gang Mokraja
2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz

Bildgröße: 3 mm

Argentit

Argentit

Gang Mokraja 
2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz
Bildgröße: 3 mm

Chloanthit

Nickelskutterudit
Gang Mokraja 

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz
Bildgröße: 10 mm

Mineralien des Revieres

Safflorit mit Proustit und Argentopyrit

Strecke 144

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz

Arsenkies mit Turmalin und Zinnstein

Unbenannter Spatgang mit dem Urania Flachen

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz

Pharmakolith

Gang Letzte Hoffnung 

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz

Mineralien des Revieres

Erythrin

Strecke 75 Nord

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Ktenasit

Gang Letzte Hoffnung 

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz
Bildgröße: 3mm

Fahlerz

Strecke 75 Süd

2. Sohle, Schacht 21

Annaberg Buchholz
Bildgröße: 3mm

Katastrophenraum

Kurzer historischer Abriß II

Das albertinische Annaberg entwickelte sich in Folge der reichen Silberfunde zu einer der bedeutendsten Bergstädte des oberen Erzgebirges. In dieser Zeit waren bis zu 2.000 Knappen in rund 900 Gruben beschäftigt sowie 37 Pochwerke, 4 Wäschen und 12 Schmelzhütten in Betrieb. Die Stadt Buchholz wurde auf ernestinischer Seite nach Silberfunden als Konkurrent zu Annaberg gegründet. Die daraus hervorgegangene Rivalität der beiden Städte wurde auch im Laufe der Jahrhunderte und auch nicht durch den Befehl des russischen Stadtkommandanten 1945 zur Zusammenlegung beider Städte zu dem heute bekannten Annaberg-Buchholz beigelegt.
Im Zuge der ersten Blütezeit von 1505 bis 1538 waren mehr als 600 Zechen im Revier in Betrieb mit bis zu 3.400 Bergleuten. Die höchste Ausbeute sollen im Jahr 1537 ca. 14 t Silber gewesen sein.
Nach dem Rückgang der Silberförderung etwa um 1568 durch Erschöpfung der oberen reichen Erzgänge kam es wie in den anderen erzgebirgischen Revieren auch hier zum Rückgang des Bergbaus. Trotz des Rückganges der geringeren Förderung wurden in den folgenden Jahrzehnten noch erhebliche Mengen Silber gewonnen.
Ein neues, wenn auch deutlich kleineres zweites „Berggeschrey“ gab es in der Zeit zwischen 1750 und 1890, als noch einmal, durch den aufblühenden Kobaltbergbau, ein erhebliches Ausbringen auch von Silbererz zu verzeichnen war.
Besonders die Gruben am Schrecken- und Schottenberg zeichneten sich in dieser Periode durch ein erhöhtes Kobalt- und Silberausbringen aus. Danach kam der Bergbau fast völlig zum Erliegen.
Nach dem Abwurf der Atombombe über Nagasaki und Hiroshima begann Erst nach dem Ende des 2. Weltkrieges kam es durch das atomare Wettrüsten zu einem dritten „Berggeschrey“, auch wenn dieses nicht ganz freiwillig stattfand.
Mit der Gründung der Geologischen Gruppen, dann der WISMUT AG als rein sowjetische Aktiengesellschaft (SAG) und später ab 1947 der SDAG 
( Sowjetisch-deutsche Aktiengesellschaft) begann die Untersuchung und der Abbau des für das sowjetische Atomprogramm wichtigen Urans im Erzgebirge. Dabei wurden anfänglich überall im Erzgebirge, wo schon Bergbau betrieben wurde, Schächte und Stollen untersucht, aufgewältigt und in Abbau genommen, um an das wertvolle Metall zu kommen. Auch Annaberg blieb davon nicht verschont. Begonnen im Erzgebirge mit dem Objekt 1 in Johanngeorgenstadt, wurden nach und nach andere Objekte mit mehr oder weniger Erfolg errichtet. Im Jahr 1946 begannen in Annaberg mit der Objekt Nummer 04 die erste Untersuchungs- und Gewinnungsarbeiten im Dorothea Erbstollen. Diese weiteten sich nach und nach in Richtung des Stadtgebietes von Annaberg und Frohnau weiter aus. Ein Jahr später wurde auch im Frohnauer Gebiet mit den ersten Aufwältigungsarbeiten begonnen. Ab diesem Jahr wurden die gesamten aufgewältigten Gruben im Gebiet von Annaberg und dem näheren Umfeld zu dem Objekt 04 zusammengeschlossen.
Ab 1950 förderten im Gebiet von Annaberg, Frohnau und Kleinrückerswalde ca. 20 Grubengebäude. Ab 1951 wurden im Stadtgebiet von Annaberg die Schächte 21 „Uranus I“ mit den Schacht 49 „Andreas“ vereinigt um ein Konzentrationsschwerpunkt zu bilden. Ab 1952 stieg die Uranerzgewinnung stark an, um dann bis 1958 schon wieder auszulaufen.
Ab 1959 wurden die Verwahrungs- und Demontagearbeiten ausgeführt .
Damit war das Dritte Kapitel des Annaberger Bergbaus beendet. Ein viertes Kapitel wird momentan mit dem Niederschlager Flußpatbergbau im Umfeld von Annaberg aufgeschlagen.



Durchgebauter Abbaublock

Geologische Übersicht


 
 Zwischen den beiden Störungssystemen der Schlettauer Störungszone im Nordwesten und der Wiesenbader Störungszone im Südosten von Annaberg liegt das Annaberger innere Revier zwischen den Ortslagen Cunersdorf im Südwesten, Schlettau im Westen und den östlichen Hängen des Pöhlberges im Osten von Annaberg-Buchholz mit seinen ca. 300 Erzgängen. Strukturgeologisch ist sie gebunden an die Kernzone der Annaberger Gneiskuppel, deren Flanken an den oben genannten Hauptstörungssystemen abgesunken sind.

Der zentrale Teil des Annaberger Reviers wird von präkambrischen Graugneisen der Annaberger-Wegefarther Serie gebildet. In die flasrigen Zweiglimmergneise sind lagen-/linsenförmige Einlagerungen von Amphibolit, Amphibolgneis, rotem Gneis und Graphitgneis eingeschaltet. Die Gesteinsfolge wird von Westen (Schlettau) nach Osten (Geyersdorf) von einem bis zu ca. 30 m mächtigen Mikrogranit durchschlagen.

Der unterlagernde Granit als vermutlicher Erzbringer, steht als stark gegliederter Höhenrücken in Teufen von ca. 120 bis ca. 600 m an. Die Erzgänge in der Annaberger Gneiskuppel vertauben im Granit. Aufgrund dieser Verhältnisse ist die Lagerstätte nach der Teufe hin begrenzt. Am Granitkontakt wurden geringmächtige Aplitgänge beobachtet. Daneben wurden auch lokal Lamprorphyrgänge mit Mächtigkeiten bis zu 5 m angetroffen.

⦁ Gangsysteme

Bedingt durch die vorherrschenden bruchtektonischen Systeme im der Annaberger Gneiskuppel sind die meisten Erzgänge einem der beiden folgenden Systeme zuzuordnen:

- Morgengänge (Streichrichtung Südwest-Nordost) mit zumeist nordnordwestlichem Einfallen (ca. 45 - 80 °) und horizontalen Erstreckungen von bis zu ca. 2 km,

- Gänge mit Streichrichtung Nordwest-Südost bis meridional mit zumeist variabler Einfallrichtung, einem Einfallen zwischen 45 und 70 ° und einer horizontalen Erstreckung von ca. 500 bis 1.000 m, selten bis zu ca. 3.000 m.

Die Mineralisation der Gänge erfolgte in mehreren Phasen. Zu den älteren Bildungen, die sich in den (spät)varistischen Mineralisationszyklus einordnen, gehören die Zinnerzgänge, die kiesig-blendige Formation (kb) und die Quarz-Karbonat-Pechblende-Abfolge (kku). Die übrigen Abfolgen gehören zum postvaristischen Zyklus.

Jünger als die Zinnmineralisation aber älter als die Uranvererzung sind die Bildungen der kiesig-blendigen-Formation (kb) einzustufen. Diese Gänge besaßen keine selbständige wirtschaftliche Bedeutung. An Gangkreuzen führten sie aber zur Erzausfällung in den nordwestlich bis meridional streichenden Gängen.

Neben den o.g. Gangstrukturen durchziehen den Annaberger Raum nicht mineralisierte, konkordante (und damit flach einfallende) Störungen (sogenannte "Schwebende"), die vorwiegend in graphitreichen Gneise auftreten. Daneben gibt es ebenfalls nicht mineralisierte diskordante, flach fallende Störungen. Diese Störungen sind älter als die Mineralisation der Morgengänge (kb-Formation), weisen aber z. T. junge Nachbewegungen auf.

⦁ Uranvererzung

Neben den für den Annaberger Bergbau bedeutsamen Silbervererzungen, die die erste Bergbauperiode prägten, finden sich auch Vererzungen mit Kobalt, die in der zweiten Bergbauperiode stärker in den Fokus der Gewinnungsarbeiten rückten, aber die Silbergewinnung nicht gänzlich ablösten und natürlich die Uranerze, die die dritte Bergbauperiode bestimmten. Daneben waren auch Kupfer- und Zinnerze Gegenstand des Bergbaues in allen Bergbauperioden, jedoch zumeist nur von untergeordneter Bedeutung.

Die durch Pechblende bestimmte Uranvererzung kam hauptsächlich vergesellschaftet mit Quarz, Karbonaten, Fluorit, Baryt, Kobalt-Nickelarseniden und Silbererzen vor. Die Bildung der Pechblende geht dabei auf die Quarz-Karbonat-Uranerz-Formation (kku) zurück. Durch die Magnesiumkarbonat-Pechblende-Stinkspat-Formation (mgu) erfolgte die Bildung von Dolomit und Fluorit sowie die Umlagerung der Pechblende. Eine weiter Umlagerung der Uranerze hat z. T. durch die BiCoNi-Formation stattgefunden. Innerhalb dieser Formation läßt sich eine ältere, arsenidische Abfolge mit Co-Ni-Arseniden, gediegen Wismut und Silber, Siderit und Kalzit sowie eine jüngere, sulfidische Abfolgen (Markasit, gediegen Arsen, Ag-Sulfoarsenide) erkennen. Unklar ist jedoch, ob die Bildung von Fluorit und Baryt, die im Annaberger Revier stark verbreitet sind, einer selbständigen Abfolge oder der Umlagerung aus den mgu- und BiCoNi-(Silber-Uran-)-Formation zuzuordnen ist.

Die Uranvererzungen sind durch die mehrphasige Überprägung sehr variabel ausgebildet. Sie sind aber auf die nordwestlich bis meridional streichenden Strukturen beschränkt. Der für Annaberg bekannte Mineralreichtum konzentriert sich dabei auf die Kreuzungsbereiche mit anderen Gängen und den Schwebenden. Im Gneis bilden Letten, Quarz, Karbonate, Fluorit, Baryt, Pyrit und Chalkopyrit die Gangfüllung. Die Verbreitung der Uranvererzung wird durch lithologisch-strukturelle Faktoren kontrolliert. Bauwürdige Uranvererzungen wurden in Annaberg nur im Gebiet Frohnau und in den Schachtfeldern 21 - 28 (Uranus, Himmlisch Heer), also im Verbreitungsgebiet graphitischer Gneise angetroffen. Der überwiegende Teil der Erzfälle  entstammten dabei den Bereich der Graphitgneise. Innerhalb der Erzfälle, die parallel zum Gesteinseinfallen verlaufen, wurden bis zu ca. 300 m große Erzlinsen an querenden Gänge und Klüfte gebunden gefunden. Die Erzmächtigkeit erreichte hier bis maximal 25 cm. In den übrigen Revieren (Zeppelinschacht, Andreas, Konstantin) wurden Erzfälle nur sehr sporadisch an vererzten Gangkreuzen der Morgengänge beobachtet.

Das Uran lag meist als Pechblende in Verwachsung mit Co-Ni-Arseniden vor. Sekundäre Uranminerale wurden nur aus dem tagesnahen Bereich bekannt. Die Uranvererzung wurde im Zuge der Erkundungs- und Gewinnungsarbeiten auf etwa 400 m Teufe bis zur 6. Sohle (+ 292 m NN) verfolgt, wo die Graphitgneise auskeilen. Ein Nachlassen der Silber- und Kobalt-Nickelvererzung war schon bei 200 bzw. 300 m Teufe zu beobachten.

Die gewonnenen Erze wurden trotz ihrer komplexen Zusammensetzung während der letzten Gewinnungsphase fast ausschließlich auf Uran verarbeitet. In der Phase des Restabbaus wurden von den Gängen 303, 303a  und 115 insgesamt noch ca. 86,3 t Kobalt-Nickelerze gewonnen.

Die Urangewinnung vor 1945 wird mit ca. 845 kg Uranerz mit 238 kg U3O8-Inhalt angegeben. Für den Zeitraum der Gewinnungsarbeiten zwischen 1945 und 1958 ergibt sich aus den Geologischen Berichten eine Gewinnung von insgesamt ca. 450 - 520 t Uran.

Den nachfolgenden Abschnitt brauchen wir vielleicht doch nicht, zumal er nur veraltete Ansichten beinhaltet (veraltet im Hinblick auf den Zeitpunkt und die Bezeichnungen) 

⦁ Gangformationen

Insgesamt sind für den Annaberger Raum mehr als 300 verschiedene Erzgänge bekannt, wobei es sich dabei aufgrund der komplexen tektonischen Verhältnisse nicht um Einzelgänge handelt, sondern um Systeme aus teilweise staffelnden und scharenden Strukturen. Diese Strukturen sind auch nicht immer im gesamten Annaberger Revier durchgängig ausgebildet.

In Analogie zu den anderen erzgebirgischen Revieren werden die Erzgänge auf Grund ihrer typischen Mineralausfüllung und ihres relativen Alters von MÜLLER in die folgenden charakteristischen Formationen eingeteilt:


- (spät)variszische Formation (Morgen- und Spatgänge)

A: Zinn(Wolfram)-Erz-Formation - z. B. der Drei Brüder Morgengang im Drei Brüder Stollen am Zinnacker im Bereich Alte Thiele

Als Mineralien sind hier hauptsächlich Quarz, Kassiterit, Arsenopyrit, Chalkopyrit und Turmalin anzutreffen.

B: kiesig-blendige-Bleierz-Formation ähnlich der Kupfer-Formation der Freiberger Randreviere - z.B. St. Briccius, Heilige Dreifaltigkeit, Saurüssel Fundgrube

Als Mineralien sind hier hauptsächlich Quarz, Pyrit, Sphalerit, Stannin, Chalkopyrit, Arsenopyrit und untergeordnet auch Galenit (der aber im gesamten Revier selten ist) anzutreffen.

C: Quarz-Hämatit-Formation - tritt im Annaberger Revier nur sporadisch auf

D: Uran-Quarz-Formation - tritt im Annaberger Revier nur sporadisch auf

Hier sollten als Beispiele Gänge in den Gruben benannt werden !!

- postvariszische Formation (Stehende und Flache Gänge)

E: Kobalt-Silbererz-Formation (BiCoNi-Formation) mit den untergeordnet vorkommenden Magnesiumkarbonat-Pechblende-Stinkspat- und Quarz-Karbonat-Pechblende-Formationen, die für das Uran in den Gängen verantwortlich sind - z. B. Getreue Nachbarschaft Flacher, Erst Neuglück Flacher, Bergmännisch Glück Flacher, Treue Freundschaft Stehende, Himmlisch Heer Stehende, Gang Mokraja, Nadeschda Flacher

F: Eisen-Manganerz-Formation - tritt im Annaberger Revier nur sporadisch auf

G: Fluorit-Quarz-Formation ähnlich der Freiberger fluor-barytischen Bleierz-Formation, hier jedoch mit wenig oder gar keinen Galenit (sogenanntes "Hartes Trum")

H: Baryt-Fluorit-Formation ähnlich der Freiberger fluor-barytischen Bleierz-Formation, hier jedoch mit wenig oder gar keinen Galenit (sogenanntes "Weiches Trum") - z. B. Silbermühlen Flache, Reiche Empfängnis Flache

I: quarzige Eisen-Manganerz-Formation - tritt im Annaberger Revier nur sporadisch auf


Vererzter Schwebender von ca. 1m Mächtigkeit

Mineralien des Revieres

Cuprosklodowskit auf Gips

Himmlisch Heer Stehender

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Zippeit xx

Himmlisch Heer Stehender

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Schröckingerit

Nadeschda Flacher

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Mineralien des Revieres

Cuprosklodowskit mit Soddyit

Himmlisch Heer Stehender

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Voglit

Himmlisch Heer Stehender

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Sklodowskit

Himmlisch Heer Stehender

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Mineralien des Revieres

Blatonit

Himmlisch Heer Stehender

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Zippeit

Himmlisch Heer Stehender

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Cuprosklodowskit auf Gips

Himmlisch Heer Stehender

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Abbaustrecke mit eingleisiger Förderung

Uranus Fundgrube


Die Grube liegt am südlichen Rand von Annaberg teilweise schon auf der Flur zu Kleinrückerswalde. Vermutlich wurde schon vor dem 16. Jahrhundert auf dem verlängerten Silbermühlen Flachen in Richtung Süden Silberbergbau betrieben. Erst mit dem 16. Jahrhundert wurde der Name Uranus das erste Mal erwähnt als der Uranus-Flache vor allem im Bereich des Gangkreuzes mit dem Urania-Stehenden und dem Uranus Spat bis in ca .120 m Tiefe erfolgreich auf Silber bebaut wurde. Es kann davon ausgegangen werden ,dass vom Uranus Flachen in Richtung Silbermühlen Flachen der Bergbau in Richtung Nord und über den Uranus Stehenden und Urania Flachen weiter nach Süden vorgetrieben wurde. 

Grob schematischer Riss der Grube Uranus auf der 2. Sohle

II

Im Jahre 1853 wird das Grubenfeld „Uranus“ erneut durch den Kaufmann August Troll aus Marienberg gemutet, in der Hoffnung, Erz zu finden. Diese Hoffnung gründet sich auf kleine Erzreste auf den Halden im Bereich der alten Uranus Grube. Für geringe Summen konnten Halden-Erze gewonnen und verkauft werden. Der Versuch war jedoch nur von kurzer Dauer, 1857 wird der Betrieb eingestellt und die Grube an die St. Michaeliser Gewerkschaft verkauft. Bei dem Wiederaufnahmeversuch fand man mehrere, schwach silberführende uranhaltige Gänge.

Nach dem 2. Weltkrieg wurden, wie in vielen erzgebirgischen Städten, alte Gruben für die Gewinnung von Uranerz von der Wismut wieder geöffnet. Dabei untersuchte man auch das Uranus Grubenfeld und nahm hier die Förderung auf.

Der Unterschied zu vielen anderen Annaberger Gruben war ,dass die Uranus Grube als eine der wenigen Gruben während der WISMUT-Zeit im größeren Maßstab Uranerz (im Sprachgebrauch der WISMUT "Metall" genannt) geliefert hat, sodass das Grubengebäude Uranus nach und nach zur bedeutendsten Annaberger Urangrube wurde. Im gesamten Grubengebäude Uranus traf man auf mehrere Dutzend Gangstrukturen, die zum Teil bedeutende Uranerzanbrüche erbrachten und Hauptgegenstand der Abbautätigkeit waren (Gänge Mokraja, Nadeschda, Himmlisch Heer, Merkur und Galina nur um einige zu nennen). Ab 1959 wurden Verwahrungs- und Demontagearbeiten an Schächten und in den Grubenbauen ausgeführt und im Jahr 1959 abgeschlossen. Heute sind noch die abgeflachten und begrünten Halden der genannten Schächte mit etwas geschultem Blick im Stadtgebiet erkennbar.


⦁ Auffahrungen

Die beiden Altbergbauschächte Uranus I (Schacht 21  - ca. 316,86 m Endteufe) und Uranus II (Schacht 21 II - ca. 260,79 m Endteufe) lagen im Bereich des Weißdornweges/Annenstraße dicht beieinander und bildeten den Ausgangspunkt für die Untersuchungsarbeiten und später auch für die Gewinnung im Grubenfeld. Der später neu abgeteufte Uranus III (Schacht 21 III - ca. 95 m Endteufe) wurde an der Jöhstädter Straße hangwärts eingeordnet. Zum Grubengebäude gehörte auch noch der Schacht 270 (Altbergbau Schacht St. Michaelis - Am Michaelisstollen/Kleinrückerswalder Straße) sowie der Blindschacht 1001 und der Blindschacht 5. (Lageplanauszug für die Tagesschächte !)

Im Bereich der Grube Uranus gab es vor dem Beginn des Wismut-Bergbaues neben den oben genannten Schächten des Altbergbaues bereits umfangreichen Altbergbau (Drei Brüder, Am Zinnacker, Altväter, Silbermühle und König David), der durch den SDAG Wismut aufgewältigt, genutzt, an- und überfahren wurde. Heute noch finden sich relativ häufig sehr schöne geschlägelte Auffahrungen, Örter und alte Gerinne untertage. 


cm große Pharmakolithaggregate direkt auf dem drusig ausgebildeten Gang

Mineralien des Revieres

Erythrin

Gang Letzte Hoffnung 

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Fluorit 

Gang Letzte Hoffnung 

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Gips

Himmlisch Heer Stehender

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Mineralien des Revieres

Gips xx

Gang Letzte Hoffnung 

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Ktenasit xx

Gang Letzte Hoffnung 

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Jarosit

Himmlisch Heer Stehender

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Mineralien des Revieres

Lavendulan

Himmlisch Heer Stehender

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Parasymplesit

Gang Mokraja 
2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Pikropharmakolith

Gang Letzte Hoffnung 
2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Stillleben am Querschlag

III

Im Zuge der Ausrichtung des Grubengebäudes für die Untersuchungs- und Gewinnungsarbeiten wurden insgesamt die folgenden 6 Hauptsohlenniveaus aufgefahren (die Meterangaben entsprechen dem Höhenniveau über Normalnull), die sich am Altbergbau orientierten:
- I. Sohle - ca. 571 m,
- II. Sohle - ca. 523 m,
- III. Sohle - ca. 462 m,
- IV. Sohle - ca. 346 m,
- V. Sohle - ca. 346 m,
- VI. Sohle - ca. 292 m.
Nicht alle diese Sohlen haben einen Anschluss an die Schachtanlagen gehabt. Über eine alte Wismut Strecke auf der II. und III. Sohle auf dem Silbermühlen Flachen wurde eine Verbindung zu der Grube St. Michaelis mit dem tonnlägigen Michaelis Schacht (Schacht 270) geschaffen. Dieser Schacht wurde bis zur VI. Sohle durchgeteuft und hat Anschluss nur an die II. , III. und VI. Sohle.
Die beiden Schächte 21 und 21 b sind alte tonnenlägige Schächte, auf dem Gängen Uranus Stehender und Urania Flacher. Sie wurden während der Uranerzgewinnung in den Anfangsjahren für Seilfahrt und Wetterzufuhr neu hergerichtet, nachgerissen und entsprechend große Füllörter aufgefahren.
Die Aufhaldung der geförderten Bergemassen erfolgte anfänglich unmittelbar an den beiden Schächten. Nach dem der dafür vorhandene Platz weitgehend erschöpft war, begann man den Schacht 21 III (Uranus III) abzuteufen. Er sollte nach seiner Fertigstellung als neuer Förderschacht in Betrieb gehen. Nach der Auffahrung des Verbindungsquerschlages 17 West vom Blindschacht 1001 (der III. Sohle(462m) in Richtung Schachtes 116 (am linken Taloberhang in Buchholz gelegen - Revier des Altbergbaues Heilige Drei Könige) wurde davon aber wieder Abstand genommen und wurde nicht weitergeteuft, sondern diente dann lediglich noch als Wetterschacht für die 1. Sohle. Die Bergemassen der Grube Uranus wurden danach auf der, weitsichtbaren, Halde des Schachte 116 in Buchholz abgelagert. Desweiteren wurde auch der Abraum stellenweise dazu genutzt, abgeworfene Strecken, Querschläge und Abbaue zu versetzen.

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Uranvererzung mit Sekundärmineralisation direkt am Stoß

Schröckingerit xx bis 2mm

Betrachtet unter UV - Licht

Bildbreite 50cm

IV

Die Querschläge wurden überwiegend in Abständen von jeweils ca. 150 bis 400 m aufgefahren und von hier aus die angefahrenen Gänge erkundet und vorgerichtet. Teilweise wurden auch Querschläge aus den Gangstrecken angelegt, die nur Teile der Lagerstätten erschlossen. Sowohl für Erkundungszwecke, als auch für den Abbau und den Versturz von Berge- und Erzmassen wurden Überhauen zumeist in den Gängen aufgefahren. Bei den Neuauffahrungen wurden für die Strecken und Überhauen Profile von ca. 5 bis 10 m2 angelegt. Die Strecken wurden nur lokal ausgebaut. Die Förderung auf den Sohlen wurde gleisgebunden mit 600 mm Spurweite anfangs von Hand und später mit Akku-Loks (Typ Metallist - Eigenproduktion der Wismut) eingerichtet und betrieben. Auf den einzelnen Sohlen wurden je nach Bedarf Werkstätten, Lokladestationen, Aufenthaltsräume und Wasserhaltungen aufgefahren.

Die Wasserableitung aus dem Grubenrevier Uranus erfolgte über den Silbermühlen Stolln (unterhalb der II. Sohle) in die Sehma. Das Mundloch des Stollns befindet sich unweit des Frohnauer Hammers am rechten Hang des Sehmatales.

Reste einer Rolle in einer Abbaustrecke

Querschlag 17 West

Auf der 462 m Sohle besteht eine Verbindung zwischen dem Blindschacht 1001 (welcher sich hier auf dem Niveau von -466,27 m befindet) und dem Schacht 116 auf Buchholzer Flur mit den beiden markanten Doppelkegelhalden.
Der Blindschacht 1001 ist zwischen den Gängen 118 Himmlisch Heer und dem Gang 114 geteuft worden und sollte das Revier in südliche und westliche Richtung erkunden.
Der Blindschacht 1001 liegt in der Nähe des Gewerbegebietes an der Robert Blum Straße direkt an der B95.
Der Querschlag 17 West durchfuhr noch die bekannten Gänge Ludmila, Alexander, Nadeschda sowie den Gang 129 und schuf hier den Zugang zu diesen Abbaufeldern.
Nach knapp 1400 m Auffahrung wurde der Querschlag ca. 300 m nach Norden getrieben um am Schacht 116 zum Ende zu kommen.
Der eigentliche Q 17 wurde noch ca. 600 m weiter nach Westen getrieben um am 1.9.1956 die westlichste Granitgrenze zu erreichen.
Es wurden noch kleinere Gangstrukturen entdeckt und mit geringerem Aufwand in Abbau genommen, hier sind z.B. die Gänge 262 Nord und Süd, 260 und 255 zu nennen wobei nur noch auf der Strecke 255 umfangreicherer Abbau betrieben wurde.

Bi-Co-Ni Vererzung mit Karbonaten, Safflorit, Proustit.
Älterer Abbauversuch

Mineralien des Revieres

Blatonit xx

Himmlisch Heer Stehender

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Blatonit xx

Himmlisch Heer Stehender

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Blatonit xx

Himmlisch Heer Stehender

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Mineralien des Revieres

Schröckingerit xx

Nadeschda Flacher

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Soddyit xx

Himmlisch Heer Stehender

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Cuprosklodowskit xx

Himmlisch Heer Stehender

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Mineralien des Revieres

Soddyit 

Himmlisch Heer Stehender

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Zippeit 

Himmlisch Heer Stehender

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Soddyit

Himmlisch Heer Stehender

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Querschlag 28 Süd

Dieser Hauptquerschlag verband auf der 462 m Sohle die Grube Himmlisch Heer mit der Grube Uranus.
Vom Blindschacht 1001 direkt nach Süden abgehend kreuzt er den Venus Flachen sowie die Untersuchungsquerschläge 19 und 21, um später noch den Q 29 zu überfahren.
Auf dem Q 29 befindet sich noch der Blindschacht 5, welcher den südlichsten Schacht markierte.

Anstehender Erzgang im Abbau

Erzgänge und ihr Mineralinhalt

⦁ die Erzgänge auf der 526m Sohle

Die wichtigsten Gänge im Grubenfeld Uranus sind:

- Drei Brüder Morgengang, (Zinn)

- Anton Flacher, (Bi-Co-Ni)

- Nadeschda Flacher, (Bi-Co-Ni)

- Galina Flacher, (Bi-Co-Ni)

- Alexander Flacher, (Bi-Co-Ni)

- Vater Abraham Morgengang, (kb)

- Rote Pfütze Spat, (kb)

- Urania Flacher = Verlängerung des Silbermühlen Flachen, ( fba+Bi-Co-Ni)

- Uranus Flacher, (Bi-Co-Ni)

- Uranus Stehender, (kb)

- Uranus Spat, (Bi-Co-Ni)

- Wilde Katze Morgengang, (kb)

- Himmlisch Heer Stehender, (Bi-Co-Ni)

- Letzte Hoffnung Flacher (dieser Gang wurde erst zur Wismut Zeit entdeckt), (Bi-Co-Ni)

- Mokraja Stehender, (Bi-Co-Ni)
-Gang Venus, (Bi-Co-Ni)
-Gang Ludmila, (Bi-Co-Ni), wahrscheinlich ein Nebentrum vom Gang Alexander.

Neben diesen namentlich überwiegend aus dem Altbergbau übernommenen Bezeichnungen gab es Gänge, die keine Namen sondern nur Nummern erhielten - so z.B die Gänge 72, 76, 78 und 82.


Stellvertretend für die oben genannten vielen Erzgänge im Gebiet der Grube Uranus werden im Folgenden einige der wichtigsten Erzgänge aus der letzten Bergbauperiode kurz beschrieben:


Cu-Sekundärmineralisation im Rollenbereich

Nadeschda Flache


Der Nadeschda-Flache ist ein typischer Vertreter der BiCoNi-Formation. Der Gang durchzieht das Grubengebäude, auf der 2.Sohle, der gesamten Länge und wurde fast durchgängig durch die WISMUT erkundet und abgebaut. Zumeist wurde der Gang im Firstenstoßabbau (ohne Magazinierung des Erzes), stellenweise aber auch im Strossenbau abgebaut. Der Gang hat zumeist nur geringe Mächtigkeiten von wenigen Zentimetern und ist häufig nur als tektonisches Element ohne nennenswerte Mineralisationen anzutreffen.

Typische Mineralien waren Dolomit, Ankerit, Siderit, Fluorit, Chalkopyrit, Chloanthit und Pechblende. Es finden sich aber auch bis zu ca. 25 cm mächtige, linsenartige Bildungen von Baryt-Fluorit mit sulfidischen Vererzungen. Als Sekundärmineralien wurden bisher Annabergit, Erythrin, Metazeunerit (!), Schoepit, Novacekit II und Schröckingerit gefunden und durch Analysen eindeutig bestimmt.

 

Querschlag trifft auf Abbaustrecke

Mineralien des Revieres

Pikropharmakolith

Himmlisch Heer Stehender

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Pyrit

Strecke 75 Süd

2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Pikropharmakolith mit violettem Fluorit

Himmlisch Heer Stehender
2. Sohle Schacht 21
Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm


Mineralien des Revieres

Proustit

Gang Mokraja 
2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

.

Proustitnadel in Argentit

Gang Mokraja 
2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Quarzdoppelender auf Bi-Co-Ni Erz

Strecke 144
2.Sohle Schacht21
Annaberg Bucholz
Bildgröße: 3mm

Mineralien des Revieres

Pharmakolith mit Erythrin

Gang Mokraja 
2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Parasymplesit

Gang Mokraja 
2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Ged. Silber

Strecke 75 Süd
2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Rolle im perfekten Zustand in der Abbaustrecke

Gang 75 auf der Strecke 75

Gang 75 (wird als "Totenkopfstrecke" bezeichnet, wegen eines Schildes mit einem Totenkopf am Querschlag. Es handelt sich hier aber um den Altväter Flachen.)

Es handelt sich vermutlich um einen überprägten Quarz-Fluorit-Gang mit lokalen Bi-Co-Ni Vererzungen ähnlich dem Silbermühlen Flachen. Während Quarz fast durchgängig zu beobachten ist, finden sich fluoritische Mineralisationen fast nur mit Quarz zusammen. Beachtlich ist die teilweise aber nur sehr lokal gehäuft auftretende sulfidische Vererzung mit vorwiegend Pyrit/Markasit und untergeordnet Chalkopyrit. Lokal finden sich aber auch Chloantit und weitere Co-Ni-Arsenide. Der Gang weist insgesamt auch nur geringe Mächtigkeiten von zumeist wenigen Zentimetern bis lokal 25 cm auf. Nicht mineralisierte Bereiche wurden nur wenige beobachtet. Es scheint zumindest teilweise eine Ausbildung von zwei, zumeist direkt aneinanderliegenden getrennten Trümern zu geben, die sich hinsichtlich ihrer Mineralisation mit Erzmineralien aber deutlich zu unterscheiden scheinen. Im Bereich einer lokalen Silber-Vererzung wurde z. B. gediegen Silber nur im liegenden, 2 - 4 cm mächtigen Trum gefunden, während das bis zu ca. 10 (15) cm mächtige hangende Trum fast vollständig silberleer war. In diesem Trum wurden aber in den gelegentlich auftretenden Fluoritdrusen Sulfidmineralisationen gefunden, die von den Kristallformen her an Argentopyrit erinnern, nach den durchgeführten Analysen aber silberfrei sind (Pyrit). In den sulfidisch vererzten Bereichen fanden sich aber auch lokal Erythrin und Annabergit, was auf die Anwesenheit von Co-Ni-Arseniden hindeutet. An der Grenze der beiden Trümer ist häufig Dolomit als flache, unvollständig ausgebildete Hohlkristalle ausgebildet. Die Fluoritkristalle in diesem Gang sind zumeist schmutzig-gelblich und schmutzig-bläulich gefärbt, erreichen Kantenlängen von bis zu ca. 8 mm und weisen zumeist geschuppte und matte Kristallflächen auf. Es finden sich aber auch in nicht vererzten Bereichen Fluoritkristalle mit glatten und hochglänzenden Kristallflächen. Die Ausbildung des Ganges wechselt teilweise sehr schnell und neben erzleeren Bereich mit hauptsächlich Fluorit und Quarz finden sich eingebettet in die Quarz-Fluoritmatrix erzreiche Co-Ni-Arsenidvererzungen, in denen die Erzmineralien jedoch nur selten größere Kristalle ausbilden. Ob hier auch Silbererze mit vergesellschaftet sind, ist nicht belegt.

Dieser Gang wurde im Bereich der II. Sohle nur auf einer kurzen streichenden Länge aufgefahren und es waren keine Abbaue über der II. Sohle zu beobachten. Es wurden lediglich mehrere aufgehende Überhauen aber keine Abbaue angetroffen.

Typische Mineralien waren Quarz, Fluorit, Siderit, Markasit, Pyrit, Chloantit. Lokal wurde ein Auftreten von gediegenem Silber, Polybasit und Pyrargyrit mit wenig Baryt beobachtet. Als Sekundärmineralien wurden bisher Annabergit, Erythrin, Schultenit, Ferrisymplesit und Parasymplesit gefunden und durch Analysen eindeutig bestimmt. Uranvererzungen wurden bisher nicht gefunden. - was wahrscheinlich auch die geringe streichende Auffahrungslänge und die fehlenden Abbaue über der II. Sohle erklärt.


Blick in den Abbau

Galina Flache + Nebentrum

Es handelt sich um einen typischen Vertreter der BiCoNi-Formation, auf dem aber auch eine ausdauernde Uranvererzung vorhanden war (Magnesiumkarbonat-Pechblende-Stinkspat- und Quarz-Karbonat-Pechblende-Formationen). Dieser Gang wurde durch die WISMUT zumindest über der II. Sohle fast vollständig abgebaut. Dabei wurden auch verschiedentlich alte Auffahrungen und Abbaue angetroffen. Der Gang Galina einschließlich seinem Nebentrum Galina II ist über ca. 1 km Länge aufgefahren worden.

Der Gang erreicht teilweise Mächtigkeiten von bis zu ca. 35 cm mit reichlicher Baryt-Fluorit-Dolomitmineralisation und gelegentlich größeren Drusenhohlräumen von bis zu ca. 0,5 m Länge. Demgegenüber finden sich aber auch Bereiche mit weitgehend fehlender Mineralisation oder Auftrümerungen des Ganges.

Typische Mineralien waren Fluorit (häufig als sogenannter "Stinkspat"), Pechblende und Karbonate. Als Sekundärmineralien wurden Erythrin, Annabergit, Zellerit und Sklodowskit. beobachtet.


Gesenk mitten auf der Gangstrecke. Im linken Bereich ein Gang der flq-Formation.

Mineralien des Revieres

Ged.Silber

Strecke 75 Süd
2. Sohle Schacht 21
Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm


Fahlerz

Strecke 75 Süd
2. Sohle Schacht 21
Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Ktenasit mit unbekannten Arsenaten

Gang Letzte Hoffnung 
2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Mineralien des Revieres

Proustit

Gang Mokraja
2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

unbestimmtes Sulfid

Gang Mokraja
2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Ktenasit mit unbekannten Arsenaten

Gang Letzte Hoffnung 
2. Sohle Schacht 21
Annaberg Buchholz
Bildgröße: 3mm


Mineralien des Revieres

Chalcophyllit mit Lirokonit


Silbermühlen Flacher
2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.


Proustit


Gang Mokraja 
2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm


Pikropharmakolith


Gang Letzte Hoffnung 
2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm


Gang Mokraja 

Mokraja Flacher

Typischer Vertreter der Bi-Co-Ni Formation.

Der gesamte Gang wurde komplett durchgebaut und steht nur noch mit Restpfeilern im Gebirge.

Hier mit reichen Silbererzen in kavernösen Baryt. Herausragende Mineralien sind hier

Argentit, Proustit, Stephanit, Silberkiese.

Sekundärmineralien : Erythrin, Annabergit, Pharmakolith (!)


Silbermühlen Flacher

Bekanntester Gang unter dem Stadtberg welcher

schon im Mittelalter im Abbau stand.

Gang mit mehreren überprägten Mineralisationsphasen.

Flq-Fluorit-Quarz Formation mit viel Fluorit und eingesprengten Fahl- und Kupfererzen.

Stellenweise Bi-Co-Ni Formation mit Nestern der typischen Formation.

(Von hier sehr schöner, Fluorit in den Farben blau, gelb, wasserklar.)

Auf Frohnauer Flur als Teichgräber Flacher bekannt, wird er auf Annaberger Gebiet zum Silbermühlen Flachen, um später zum Uranus Stehenden (Im Bereich Schacht21-21 II) und Urania Flachen zu werden (Im Bereich Schacht 21 III).


Cu Vererzung mit Sekundärer Ausblühung

Uranus Stehender

Verlängerung des Silbermühlen Flachen ab dem Schacht 21 .

Typischer Vertreter der Bi-Co-Ni Formation mit reichlich Karbonat und eingesprengten

Bi-Co-Ni Erzen.

Die Besonderheit an diesem Gang ist, dass er kb-kiesig blendige Gänge kreuzt. 

Hier kamen hervorragende große Gangstücke mit Arsenkies, Zinnstein, Bornit, Kupferkies und Turmalin vor. Sekundär kann hier auf dem Arsenkies brauner und grüner Skorodit entstehen.


Auffahrung im Altbergbau

Mittlere Überschrift

Rabbititt


Gang Letzte Hoffnung 
2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Pyrargyrit


Gang Himmlisch Heer Stehender
2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Fluorit


Gang 142
2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Mittlere Überschrift

Zippeit

Gang Letzte Hoffnung 
2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Argentopyrit im derben Proustit

Gang 142 
2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Milbe im Pikropharmakolith

Gang 142 Nord
2. Sohle Schacht 21

Annaberg Buchholz.
Bildgröße: 3mm

Überhaun von Grundstrecke auf Kopfstrecke im Bereiches eines Abbaues.

Himmlisch Heer Stehender

Typischer Vertreter der Bi-Co-Ni Formation.

(Bekanntester Gang im Revier Uranus-Himmlisch Heer Fundgrube)

Historisch sind hier zentnerschwere Massen von Chlorargyrit beschrieben.
Der Gang ist, ähnlich dem Gang Mokraja, komplett durchgebaut und steht nur
noch mit Restpfeilern im Gebirge.
Im Bereich des Q3 kam es zu einer großflächigen Ganganscharung verschiedener
Erzgänge, so traf sich der Himmlisch Heer Stehende mit dem Gang Letzte Hoffnung, dem Schwebenden in diesem Bereich, mit der Verlängerung des Ganges 76 sowie Nebentrümern des Himmlisch Herr Stehenden zu einer Reicherzzone.

Mineralien: Gelber Baryt auf violettem Fluorit, Ankerit, Proustit, Argentopyrit. 
Als Rarität, honiggelber Baryt als Kluftfüllung in den Schwebenen.

Auch hier hervorragende sekundäre Uranmineralien.

Der Gang wurde auch auf der Sohle 462 m im größeren Stil vorgerichtet und abgebaut.

Pilz auf zersetzen Grubenholz

Gang Letzte Hoffnung

Erst von der SDAG Wismut entdeckter Bi-Co-Ni Erzgang, welcher reichlich Stinkspat und Baryt führt. Von diesem Gang sind viele extrem seltene Uranmineralien wie Blatonit, Rabittit und Zellerit bekannt geworden. 
Des weiteren gab es hier rosa Köttigit, Devillin und Ktenasit. Der Gang ist auf tieferen Sohlen nicht mehr aufgefahren.

Typisches Wismutgesenk

Sekundäre Cu Vererzung direkt am Erzgang

Uranvererzung am Annaberger "Schwebenen"

Uranvererzung am Annaberger "Schwebenen"

Abbaustrecke abgehend vom Querschlag mit unterfahrenden Altbergbau

Mineralien 

Mineralien der Grube Uranus

Akanthit/Argentit AgS

Als typische Bildung der „Edelen Geschicke“ auf Gangkreuzen und Reicherzzonen.

Als Rarität in Pseudomorphosen nach Saffloritdendriten zusammen mit Proustit vom Gang 144.

In kavernösem Baryt vom Gang Mokraja zusammen mit Silberkiesen, Polybasit und Proustit.


Annabergit Ni2+3(AsO4)2·8H2O

Anflüge auf Bi-Co-Ni Erzen und als Seltenheit in nadligen Aggregaten in Quarz und Flussspat von der Strecke 75. Kommt im gesamten Revier sehr reichlich vor, so dass er stellenweise ganze Firsten und Stöße überkrustet. 

Argentopyrit AgFe2S3

Perfekte herausragende säulige XX zusammen mit Proustit vom Himmlisch Heer Stehenden und Mokraja Flachen.

Ferrisymplesit Fe3+3(AsO4)2(OH)3·5H2O

Sehr schöne gitterartige braune Kristallagregate zusammen mit Siderit und Erythrin von der Totenkopfstrecke Nord

Fluorit CaF2

In vielen Farbnuancen aus dem gesamten Revier.

Gelbe, grüne und blaue-violette sind vom Silbermühlen Flachen bekannt.

Hier stellenweise korrodierte XX mit wieder verheilten Kristallflächen.

Sehr schöne klare braune XX mit Farbzonierung von der Strecke 75 Süd.


Paraysymplesit Fe2+3(AsO4)2·8H2O

Typische igelartige xx in allen Blauschattierungen, Aggregate zusammen mit

Baryt vom Gang Mokraja.

Von der Strecke 75 in verschiedenen Grün und Blautönen.

Stellenweise sind mehrere quadratzentimetergroße Flächen bedeckt.

Proustit Ag3AsS3

Bis cm große xx im Carbonat bzw. einem Quarztrum vom Gang Mokraja. Häufiger sind mm große XX im kavernösen Baryt zusammen mit Polybasit, Stephanit und Argentopyrit.

Sehr schön zusammen mit Chloantit und Argentit von der Strecke 144.


Schröckingerit NaCa3(UO2)(CO3)3(SO4)F·10H2O

Klassische Ausbildung des Uransulfates kommt als typische Ausblühung

auf Uranerzen  und Nebengestein vor.

Schultenit PbHAsO4

Faserartige aus winzigen Kristallen bestehende seidig weiße Aggregate auf 

Flussspatmatrix von der Strecke 75. Erstfundpunkt des seltenen Arsenates für das Erzgebirge.

Silber Ag

Sehr schöne bis mehrere cm große zartfiligrane Silberdrähte von mehreren Fundpunkten sind bekannt. Begleitmineralien sind fast immer Erythrin und Kobalterze.

Als Rarität von der Strecke 75 auf Flussspat. Hier sekundär entstanden aus silberhaltigem Fahlerz.


Zellerit Ca(UO2)(CO3)2·5H2O

Als Sekundärmineral auf primärem Uranerz von mehreren Fundpunkten.

Besonders schön vom Galinaja Flachen, Letzte Hoffnung Flachen und Himmlisch Herr Stehenden.

Hier zusammen mit Pechblende, Schröckingerit, Schoepit.

Zellerit ist der Erstfundpunkt für Deutschland.


Schoepit [(UO2)8O2(OH)12](H2O)12

Als Sekundärmineral auf primärem Uranerz.

Hier zusammen mit Pechblende, Schröckingerit, Schoepit vom Nadjeschda Flachen.


Lavendulan NaCaCu5(AsO4)4Cl·5H2O

Himmelblaue Krusten auf Fluorit und Baryt von der Strecke 75 Süd. 

Analysiert in EDX und XRD.

Nach dem der historische Fund vom Eisernen Schaf Spat sich als nicht zutreffend (Allophan) erwies ,folgt nun doch die Bestätigung von Lavendulan im Revier.


Metazeunerit Cu(UO2)2(AsO4)2·8H2O

Grüne XX Rasen auf schwarzviolettem Stinkspat vom Nadeschda Flachen.

Bilder des Bergbaus

Hauptquerschlag mit abgehender Abbaustrecke

Verbrochene Abbaurolle

Quellen:


digital.slub-dresden.de (Gang Müller), 

Chronik der Wismut

BA FG Bergwirtschaftsstelle nr. 337) Geschichte der Grube Uranus.

Die freie Bergstadt St. Annaberg, Sonderdruck aus dem Werk Sächsische Bau- und Kunstdenkmäler, Landesverein Sächsischer Heimatschutz Dresden 1933

Witzke und Bär Analysen.

Anonymus: Die Churfürstliche Sächs. freye Bergstadt St. Annabergk … Chronikalische Aufzeichnungen über Annaberg und das Bergwerk. Streifzüge durch die Geschichte des oberen Erzgebirges. Heft 30. Annaberg-Buchholz 1995. (Abschrift der „Annaberger Chronik 1646“ von Michael Zirolt, bearbeitet von Helmut Unger) Download (pdf 147 kB) (Memento  vom 19. Juli 2011 im Internet Archive)

Wagenbreth/Wächtler, Bergbau im Erzgebirge. Baumann/Kuschka/Seifert, Lagerstätten des Erzgebirges Müller, H. (1894): Die Erzgänge des Annaberger Reviers.- Verl. W. Engelmann, Leipzig. Nickerl, F. & Röthig, H. (2000): Verzeichnis der Berggebäude von Annaberg 1500-1900. Streifzüge durch die Geschichte des oberen Erzgebirges, Bergbaunachrichten. Arbeitskreis Annaberg-Buchholzer Heimatforscher, 60 S. Jörg Kunzmann, Delf Baacke (2007). Untersuchungen zur Schaffung eines geregelten Flutungswasserablaufes für das Grubengebäude Annaberg-Buchholz. ALTBERGBAU - KOLLOQUIUM, Freiberg.
Bernd Lahl-Geschichte des Annaberger Bergbaues. Lapis.